Fundamental platt

Ein Film, der mich gerade ein wenig ärgert: Religulous von Bill Maher.

Religulous

Kurz der Inhalt:
Polemisch zusammengeschnittene Interviews mit Christen, Muslimen, Juden und (Ex-)Anhängern einiger Sekten. Gute Fragen von Bill Maher, sehr viele dumme, undurchdachte und platte Antworten von den "Religiösen". Unterlegt mit vielen Bildern von Explosionen und Krieg von Fundamentalisten. Fundamentalistisches Ende mit dem Aufruf von Bill, die Religionen abzuschaffen.

(Und da ich nicht genauso platt wirken möchte wie der Film, hier der Hinweis, dass der Film natürlich etwas mehr zeigt und ein bißchen tiefer geht als von mir dargestellt.)

Und trotz meines Ärgers über die platte Darstellung von "Glauben" hat mich der Film ins Nachdenken gebracht. Dabei sind mir Fragen gekommen, wie z.B.:

  • Bin ich wirklich so ganz anders als all die gezeigten Gläubigen?
  • Wie sprachfähig bin ich im Bezug auf meinen Glauben?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, den Glauben "nicht verurteilend" darzustellen?
  • Wieso tut Bill Maher genau das, was er die ganze Zeit anprangert: Predigen?

Meinen Glauben hat der Film allerdings nicht angegriffen. Vielmehr benutzt Maher abgelutschte Argumente aus dem 18. Jahrhundert und geht mit einem relativ engen Horizont an das Thema "Religion" heran. Auch wenn er ab und zu die nötige Offenheit zeigt, um seine Interview-Partner nicht total zu verärgern.

Mein Fazit: Als Christ anschauen und sich positiv verändern lassen.

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