Material: Gebet mit Wirkung
Predigt in der FeG Edertal am 04.10.2009
Ich möchte heute morgen zu euch über ein schwieriges Thema sprechen. Ein Thema, das für mich selbst in meinem Leben schwierig ist und bei dem ich noch stark geistlich wachsen muss und will.
Ich möchte mit euch heute morgen über das Beten sprechen, ich möchte mit euch über das Thema Gebet nachdenken. Nicht, weil ich das so gut kann und ihr von mir persönlich in diesem Punkt etwas lernen könnt.
Das ist sicher nicht der Fall. Ich bin kein mächtiger Beter vor dem Herrn.
Ich möchte über das Thema Gebet sprechen, weil ich davon überzeugt bin, dass das Thema für mich und uns alle wichtig ist und dass Gott heute morgen mir und sicher auch einigen von euch etwas in unser Leben hinein sagen möchte.
Nehmt also das, was ich jetzt predige als eine Ohnmachtsansage von mir. Ich spreche jetzt über Dinge, die in meinem Leben noch nicht so Realität sind, wie sie vielleicht sein sollen oder könnten.
Gebet.
Das Schwierige beim Thema Gebet ist, dass es uns oft so erscheint, als sei das Beten selbst das höchste Ziel, das wir in unserem Glaubensleben erreichen könnten.
Betende Menschen zu werden, das wäre doch gut, das ist doch ein tolles Ziel, oder?
Wenn das dein Ziel ist, dann habe ich große Bedenken heute morgen. Ich habe die Sorge, dass du heute aus diesem Gottesdienst gehst mit dem Gedanken:
Ich muss mehr beten.
Das einige von euch heute nach Hause gehen und denken: Ich muss mein Gebetsleben besser strukturieren.
Ich befürchte, dass manche von uns nach dieser Predigt denken könnten: Das höchste Ziel ist das Beten selbst.
Ich möchte heute morgen ehrlich mit euch sein: Wenn dein Ziel heute nach dem Gottesdienst ist, mehr zu beten, dann machst du keinen Unterschied zu den Hinduisten, den Moslems, den Buddhisten und Millionen anderen sogenannten Christen, die alle eins gemeinsam haben: Sie beten.
Wir leben in einer Welt, in der wirklich die meisten Menschen beten. Hinduisten beten. Moslems beten. Sogar viele Christen beten genau in diesem Moment.
Wenn unser Ziel also nur ist, betende Menschen zu werden, dann ist unser Ziel zu klein, zu oberflächlich.
Wenn wir nur Menschen werden wollen, die beten... dann sind wir auch „religiös“ wie ein großer Teil der Weltbevölkerung.
Wir unterscheiden uns nicht, indem du und ich Beter werden. Wir unterscheiden uns dadurch, dass wir in Kontakt treten mit dem lebendigen Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde DURCH unser Gebet.
Ich möchte euch heute morgen zu einem Gebetstreffen mitnehmen. Einem Gebetstreffen in 1. Könige 18. Ich beginne bei Vers 16.
16 Da ging Obadja zu König Ahab und brachte ihm die Botschaft. Der König brach sofort auf und zog Elija entgegen. 17 Als er den Propheten erblickte, rief er: »Da bist du also - der Mann, der Israel ins Unglück stürzt!« 18 Doch Elija erwiderte: »Nicht ich stürze Israel ins Unglück, sondern du und deine Familie! Ihr habt die Gebote des Herrn missachtet; sogar du selbst verehrst die Baale! 19 Aber jetzt ist es so weit: Schicke Boten aus! Ganz Israel soll zu mir auf den Gipfel des Berges Karmel kommen. Rufe auch die 450 Propheten Baals und die 400 Propheten der Aschera, die von Isebel mit Essen und Trinken versorgt werden!«
20 Ahab ließ die Männer Israels und die Propheten Isebels auf den Berg Karmel rufen. Als alle versammelt waren, 21 trat Elija vor die Volksmenge und rief: »Wie lange schwankt ihr noch hin und her? Entweder der Herr ist Gott, dann folgt ihm - oder Baal ist Gott, dann folgt ihm!« Als alles stumm blieb, 22 fuhr Elija fort: »Ich bin der einzige Prophet des Herrn, der noch übrig geblieben ist, und hier sind 450 Propheten, die im Dienst Baals stehen. 23 Bringt zwei junge Stiere her! Sie sollen sich einen auswählen, ihn zerteilen und die Stücke auf die Holzscheite legen; aber sie dürfen kein Feuer anzünden. Ich werde es mit dem anderen Stier ebenso machen. 24 Dann sollen sie zu ihrem Baal rufen und ich rufe zum Herrn. Wer von beiden als Antwort Feuer schickt, der ist Gott.« Das ganze Volk rief: »Ja, so soll es sein!«
25 Dann sagte Elija zu den Propheten Baals: »Macht ihr den Anfang; ihr seid in der Überzahl. Sucht euch einen Stier aus, bereitet ihn als Opfer zu und betet zu eurem Gott, aber zündet kein Feuer an!« 26 Die Baalspropheten richteten das Opfer zu und riefen vom Morgen bis zum Mittag: »Baal, höre uns!« Dabei tanzten sie um den Altar und hüpften die Stufen hinauf. Aber alles blieb still, niemand antwortete.
27 Als es Mittag wurde, machte sich Elija über sie lustig. »Ihr müsst lauter rufen!«, spottete er. »Er ist doch ein Gott! Vielleicht denkt er gerade nach oder er musste dringend mal weg oder ist auf Reisen gegangen. Vielleicht hält er gerade seinen Mittagsschlaf. Ihr müsst ihn aufwecken!« 28 Sie schrien immer lauter und ritzten sich nach ihrem Brauch die Haut mit Schwertern und Speeren, dass das Blut an ihnen herabfloss. 29 So trieben sie es die ganze Zeit bis zu der Stunde, in der das Abendopfer vorbereitet wird. Aber alles blieb still, kein Echo kam, keine Antwort.
Die Welt ist voller Menschen, die gerade jetzt im Moment und heute beten. Sie beten aus vielen verschiedenen Nationen und Religionen. Und es gibt Millionen Christen, die unter dem Schutzmantel mit dem Namen Christentum beten.
Und sie alle erfahren die gleiche Antwort, wie wir es hier von den Baalspropheten lesen.
Sie rufen zu ihrem Gott, sie schreien zu ihrem Gott. Sie bringen Opfer dar und fügen sich selbst Schmerzen zu, um Gott zu einer Antwort zu bewegen. Sie tun alles um Gottes Aufmerksamkeit zu bekommen. Aber da ist keine Antwort, keine Reaktion, das ist nichts außer Stille.
Meine Sorge heute morgen ist, dass wir uns vornehmen, betende Menschen zu werden und weiterhin in einer unsichtbaren Religion leben, die mit der Realität keine Berührungspunkte hat. Wir können ein Leben lang beten und doch niemals glauben, dass Gott uns antwortet und uns begegnet mit Intimität und Kraft.
Der Unterschied, den du als Nachfolger von Jesus Christus machst, ist ist nicht, dass du betest. Der Unterschied ist, dass Gott zu dir spricht und du seiner Stimme gehorchst und dass Gott dich hört und dein Gebet beantwortet.
Es gibt einen Unterschied zwischen dem, der nach Gott sucht und dem der Gott kennt. Zwischen dem, der mit Gott in Verbindung steht und dem der nur nach Gott ruft.
Ich finde es sehr amüsant, wie Elija sich in dieses Gebetstreffen hier einmischt. Ich meine, die Leute, die sich beim Beten richtig angestrengt haben, waren ja wohl die Propheten des Baal.
Sie beteten und beteten, sie schrien und sie tanzten sich in Ekstase. Sie versuchten ihren Gott zu erfahren, sie schlugen ihre Körper mit Gegenständen, um die Aufmerksamkeit ihres Gottes zu bekommen.
Wie sieht das bei dir aus? Hast du etwas ähnliches jemals gemacht? Kennst du die Situation, wo du voller Anstrengung nach Gott rufst und schreist und alles Mögliche tust, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen?
Elija verspottet die Baalspropheten. Er verhält sich richtig sarkastisch.
„Euer Gott ist bestimmt in Gedanken. Ihr wisst ja, Gott braucht Pausen, um über das Universum nachzudenken. Vielleicht ist er auch beschäftigt. Oder im Urlaub.“
Ich bin gespannt, wer von uns heute morgen hier zugeben würde:
Wenn ich bete, passiert nichts. Wenn ich zu Gott rufe, dann scheint es so als wäre Gott still oder taub.
Wie hast du dein Gebetsleben organisiert? Vielleicht betest du 5, 10 oder 15 Minuten am Tag in deiner Stillen Zeit. Vielleicht hast du so ein Raster für deinen Tag, wo das Beten an einer bestimmten Stelle vorkommt.
Und du hast schon so oft in diesem Raster gebetet und gemerkt: Es ist leer. Es geschieht nichts in deinem Tagesablauf, in deinem Leben.
Ich wollte heute morgen zu euch nicht über dieses Thema sprechen, weil ich ein großer Beter bin. Oder weil ich schon 20 Bücher zum Thema Gebet gelesen habe und die Ahnung habe.
Gebet ist nicht mein Lieblingsthema oder eine Sache, die mir leicht fällt, die ich gut kann. Ich predige über dieses Thema nicht, weil ich so diszipliniert, so strukturiert und so verantwortlich bei Beten bin.
Ich glaube, ich gehöre eher zu den Menschen mit Gebetsbehinderung. Und ich kann mir vorstellen, dass Gott viel Einsatz bringt, um mich zu kontaktieren oder sich bei mir Gehör zu verschaffen.
Aber wir können hier bei Elija sehen, dass jemand der zu Gott mit dem Ziel betet, ihm zu gehorchen, auch seine Aufmerksamkeit bekommt und Gott zum Handeln bewegt.
30 Da rief Elija der Volksmenge zu: »Her zu mir!«, und alle drängten sich um ihn. Dann begann er, den zerstörten Altar des Herrn wieder aufzubauen. 31 Er wählte zwölf Steine aus, nach der Zahl der Stämme Israels, der Nachkommen Jakobs, zu dem der Herr gesagt hatte: »Du sollst Israel heißen.« 32 Aus diesen Steinen baute er dem Herrn einen Altar. Dann zog er rings um den Altar einen Graben, so breit, dass man darin zwölf Kilo Saatgut hätte aussäen können. 33 Er schichtete Holzscheite auf, zerteilte den Stier und legte die Stücke auf das Holz. 34 Schließlich ließ er vier Eimer Wasser über das Opfer und die Holzscheite gießen und ließ das noch zweimal wiederholen. 35 Das Wasser floss am Altar hinunter und füllte den Graben.
36Als es Zeit war, das Opfer zu bringen, trat Elija vor den Altar und rief: »Herr, du Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs! Alle sollen heute erfahren, dass du Gott bist in Israel und ich dein Diener, der dies alles in deinem Auftrag getan hat. 37 Antworte mir, Herr, antworte mir! Dieses Volk soll erkennen, dass du, Herr, allein Gott bist und dass du sie wieder auf den rechten Weg zurückbringen willst.« 38 Da ließ der Herr Feuer herabfallen. Es verzehrte nicht nur das Opfertier und die Holzscheite, sondern auch die Steine, die Erde ringsum und das Wasser im Graben. 39 Als das Volk das sah, warfen sich alle zu Boden und riefen: »Der HERR allein ist Gott, der HERR allein ist Gott!«
Ich wünsche mir heute morgen, dass wir an diesem Platz wie Elija stehen und Gott sprechen hören, weil wir vollkommen bereit sind, ihm zu gehorchen.
Ich weiß, dass es christliche Theologen gibt, die sagen: Gott spricht nicht zu uns persönlich. Zum Glück hat Jesus etwas gesagt, bevor diese Theologen etwas zu sagen konnten.
Jesus sagt in Johannes 10:
Der Schafhirte geht zur Tür und ruft seine Schafe hinaus. Die Schafe erkennen seine Stimme. Er ruft die, die zu ihm gehören einzeln beim Namen und führt sie ins Freie.
Es ist Gottes Sehnsucht, es ist Gottes Streben, es ist Gottes Intention für dich und mich, dass wir in eine solche Gemeinschaft mit ihm treten, dass seine Gegenwart nicht geleugnet werden kann, dass sein Gegenwart fortwährend in unserem Leben ist, dass seine Stimme für uns real wird. Und er führt uns wie ein Hirte seine Schafe führt.
Glaubst du das heute?
Der Unterschied, den ein Nachfolger von Jesus Christus macht, ist nicht, dass er betet.
Der Unterschied ist, dass wir als Nachfolger Gott hören, wenn er spricht und ihm gehorchen, wenn er uns sagt, was zu tun ist.
Ich bin so angenervt von diesen besonderen Christen, die uns erzählen wollen, was es heißt im Glauben zu leben.
„Deine Gebete werden nicht erhört, weil du nicht genügend Glauben hast.“
Habt ihr einen solchen Satz schon mal gehört?
Jesus sagt hingegen: Du muss nur bereit sein, zu gehorchen. Du brauchst nicht viel Glauben. Weniger als ein Senfkorn reicht aus, um in Gemeinschaft mit Gott zu treten.
Wenn ich manchmal von der Auseinandersetzung zwischen Christen verschiedener Konfessionen mitbekomme, dann habe ich das Gefühl als würden die sich geistlich ständig im Kreis drehen: Es geht die ganze Zeit darum, wer glaubt mehr, besser, härter.
Beim Glauben geht es nicht darum, verschiedene Glaubensinhalte vor Gott abzuarbeiten.
Glaube ist, Gott zu hören, zu wissen wenn Gott redet und für sich klar zu kriegen:
Wenn er zu uns spricht, dann ist das keine Anfrage, die wir vielleicht erfüllen könnten, wenn uns gerade danach ist.
Wenn Gott zu uns redet, dann ist das wie ein Befehl, eine Handlungsanweisung, ein Auftrag, der Gehorsam erfordert.
Wenn es keine Erweckung in unserer Gemeinde, in unserem Kreis oder gar unserem Land gibt, dann liegt das nicht daran, dass Gott gerade keine Lust auf Erweckung hat. Sondern es liegt daran, dass eine Menge Christen nicht im Gehorsam das tun, was Gott ihnen sagt. Dass sie vielleicht nicht die Ideen umsetzen, die Gott ihnen schenkt. Das ihre Herzen verhärtet oder in ihrer eigenen Welt zu sehr beschäftigt sind.
Wenn du also Gottes Stimme hörst, dann sollte deine Reaktion darauf Gehorsam sein.
Als es Zeit war, das Opfer zu bringen, trat Elija vor den Altar und rief: »Herr, du Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs! Alle sollen heute erfahren, dass du Gott bist in Israel und ich dein Diener, der dies alles in deinem Auftrag getan hat. Antworte mir, Herr, antworte mir! Dieses Volk soll erkennen, dass du, Herr, allein Gott bist und dass du sie wieder auf den rechten Weg zurückbringen willst.
Was die Welt braucht, sind nicht Menschen, die mehr beten. Was die Welt braucht sind Menschen, die, wenn sie beten, Gott hören und dann tun, was Gott sagt.
Dann handeln, wenn Gott etwas zu dir sagt - das ist der beste Beleg dafür, dass du ein Mensch des Gebets bist.
Bis du bereit solch ein Mensch des Gebets zu werden?
Aber wie klingt denn Gottes Stimme?
Eine Antwort ist: Lies die Bibel, dann erfährst du, wie Gott spricht.
Es gibt aber auch die Stimme Gottes in unserem Leben und dazu möchte ich euch ein kleines Beispiel erzählen:
- Beispiel „Pastorensohn auf dem Jungschar-Camp“ -
Wenn wir Gottes Stimme hören, dann müssen wir entscheiden, ob wir sie als heilig oder als bedeutungslos behandeln.
„Verhärte dein Herz nicht“ heißt es in Hebräer 3 und 4.
Wenn der Geist spricht, dann verhärte dein Herz nicht im Ungehorsam.
Der Schreiber des Hebräer-Briefes sagt hier aus: Wenn wir Gottes Stimme nicht gehorchen, werden unsere Herzen hart und unsere Ohren lahm.
Aber wenn Gott spricht und wir gehorchen seiner Stimme, dann werden unsere Herzen weicher und unsere Ohren aufmerksamer für die Stimme von Gottes Geist.
Vielleicht sitzen einige von euch heute morgen hier und denken sich: Ich habe Gott noch nie sprechen gehört. Von was redet der Kerl da vorne? Was meinst du damit, dass Gott zu mir spricht in einer persönlichen, intimen und lebensverändernden Art und Weise?
Möglicherweise hat Gott schon oft zu dir gesprochen und gesprochen und gesprochen und du hast es nicht gemerkt.
- Vielleicht darüber, dass du deine Frau um Vergebung bitten sollst.
- Vielleicht darüber, dass du die Beziehungen zu anderen Menschen besser pflegen sollst.
- Vielleicht darüber, dass du aus der kuscheligen Gemeinde hinausgehen und deinen Glauben mit anderen Menschen teilen sollst.
- Vielleicht darüber, dass du ein Opfer in deinem Leben bringen sollst.
Ich weiß nicht, wann und in welchen Situation Gott schon zu dir gesprochen hat.
Aber ich bin davon überzeugt: Wenn Gott in deinem Leben zu dir gesprochen hat und du hast seine Stimme nicht als heilig behandelt, wenn du nicht auf ihn gehört hast und gehorsam warst, dann ist dein Herz hart und deine Ohren sind lahm geworden.
Und wenn du das lange genug tust, bevor es dir bewusst wird, dann lebst du so als wärst du tot und Gott wäre still.
Das absolute Privileg deines Gebets als Nachfolger von Jesus ist, dass du die Stimme Gottes hören kannst und ein Leben im Gehorsam ihm gegenüber leben kannst. Gott hört dich und antwortet dir.
Ich liebe den Satz, den Elija hier sagt. Elija spricht ein unglaublich langes Gebet:
Antworte mir, Gott! Antworte mir. So dass diese Menschen sehen, dass du der Herr, unser Gott bist. Und dass du ihre Herzen wieder auf den rechten Weg zurück bringst.
Elija war ein Mann, der in der Gegenwart Gottes gelebt hat. Er hat seinen Tag nicht eingeteilt in Stille Zeit und Arbeit usw.
Er wachte auf, sprach mit Gott, hörte auf Gott und lebte mit Gott. Er ging schlafen, liebte Gott, hörte auf Gott und sprach mit Gott.
Paulus schreibt:
„Betet ohne Unterlass.“ Ohne Unterbrechung.
Das heißt fortwährend, ohne aufzuhören, Non-Stop.
Elija sagt zum Volk: Tretet näher. Schaut wie sie beten. Ihr werdet jetzt die Kraft ihres Gebetslebens erleben. Und ich möchte euch die Kraft meines Gebetslebens zeigen.
Ich möchte euch zeigen, dass ich diese Verbindung zu Gott niemals unterbrochen habe. Ihr sollt sehen, dass Gott mich liebt und mich hört, wenn ich bete.
Und ich bete nun ein kurzes öffentliches Gebet, das mein Leben widerspiegelt, meine Gemeinschaft und Intimität mit Gott. Wenn ich dieses Gebet bete, wird Gott handeln.
Antworte mir, Gott! Antworte mir, damit dies Volk erkennt, dass du, HERR, Gott bist und ihr Herz wieder zu dir kehrst!Da fiel das Feuer des HERRN herab und fraß Brandopfer, Holz, Steine und Erde und leckte das Wasser auf im Graben.
Als das alles Volk sah, fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen: Der HERR ist Gott, der HERR ist Gott!
Das ist das Endergebnis von Gebet, so wie es die Bibel darstellt:
Dass Menschen auf ihr Angesicht fallen und zu Gott sagen:
DU bist Gott, DU bist Gott, DU bist Gott.
Ich will nicht, dass ihr heute von hier weggeht und sagt:
Ich werde mehr beten, ich werde besser beten, ich werde mein Gebetsleben besser organisieren, ich werde mir 5, 10, 15, 20 Minuten am Tag für das Beten nehmen.
Ich möchte dass ihr aus diesem Gottesdienst geht mit dem Gedanken:
Ich habe das Privileg als ein Kind Gottes mit dem Schöpfer des Universums verbunden zu sein. Ich kann und ich werde seine Stimme hören. Ich werde tun, was er sagt.
Und wenn ich zu ihm rufe, dann in der Kraft und dem Wissen, dass er antworten wird.
Wir leben in einer Zeit, wo die Nationen zusammen rücken. Eine Zeit, in der die Religionen der Welt sich treffen.
Menschen auf dem ganzen Planeten beten zu ihrem Gott.
Meine Frage ist, wenn diese Menschen uns anschauen: Werden sie Gottes Kraft erleben?
In Vers 36 unseres Textes steht: Als es Zeit war, das Opfer zu bringen...
„Als es Zeit war, das Opfer zu bringen, trat Elija vor den Altar und betete.“
Wenn die Zeit ist, das Opfer zu bringen, treten viele von uns nicht vor und beten. Wenn wir merken, dass in unserem Leben gerade alles ganz gut und bequem zu laufen scheint, dann treten wir nicht vor und beten.
Wenn wir merken, dass wir peinlich berührt oder ausgelacht werden könnten, weil Gott nicht antwortet, dann treten wir nicht vor und beten.
In diesem Moment, wenn es Zeit ist, ein Opfer zu bringen, dann sollten wir vortreten und beten.
Gott beruft Menschen, die wenn es Zeit ist, ein Opfer zu bringen, vortreten und beten.
Glaubensloses, risikoloses, bequemes Gebet ist immer weniger, weniger, weniger als das, was Gott will.
Wir sollten folgendermaßen zu Gott beten:
Gott, ich bete zu dir kein Gebet, wenn ich nicht gewillt bin deine Lösung für das Problem zu sein, für das ich bete.
Ich werde keine Gebet beten. Außer, wenn ich dazu bereit bin, die Lösung für das Problem zu sein. Ich werde vortreten, wenn es Zeit ist, ein Opfer zu bringen.
Ein Opfer zu bringen, etwas im Leben zu opfern, ist immer die Voraussetzung für Wunder.
Wir wollen alle, dass Gottes Feuer vom Himmel fällt, oder?
Aber wisst ihr, was wir nicht wollen: Wir wollen nicht vortreten, wenn es Zeit ist, ein Opfer zu bringen.
- Wir beten für Frieden, aber wir engagieren uns nicht für Frieden.
- Wir beten gegen den Hunger und gerechte Lebensbedingungen, aber wir kaufen trotzdem im Aldi ein und nicht beim fairen Handel.
- Wir beten für Veränderung in unserer Gemeinde und sind nicht bereit uns zu verändern.
Es liegt nun an dir. Du kannst das Christentum zu einer Weltreligion wie jede andere machen.
Wenn wir beten und beten und beten, wird Gott nicht sprechen solange wir nicht gehorchen. Wir rufen und er antwortet nicht.
Wir können wie jede andere Weltreligion sein.
Oder wir können in die intime Gegenwart mit dem Schöpfergott durch Jesus Christus treten und glauben, dass er sprechen wird und seine Stimme ehren mit Gehorsam, Gehorsam, Gehorsam.
Mit dem Wissen, wenn wir zur der Zeit, wenn ein Opfer gebracht werden muss, vortreten und beten, dann wird Gott das Feuer vom Himmel bringen.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe keine Lust mehr darauf, das Christentum als nur eine Religion von vielen zu erleben.
Es ist Zeit für eine Revolution, dass wir Nachfolger von Jesus Christus werden und durch unser Leben und Beten zeigen, dass Gott, der Herr ist.
Gott segne uns dazu.
Amen.