Die 5 Kernwerte von Mosaic

Hier sind die fünf Kernwerte von Mosaic LA. Und nachdem ich die letzten drei Tage darüber gehört und reflektiert habe, sind dies ab sofort auch meine Kernwerte von Kirche/Gemeinde. Die Texte unter den Bildern stellen mein Verständnis des jeweiligen Kernwertes dar. Stellenweise extreme Ansichten, aber um die Kirche zu verändern brauchen wir Radikalität (lat. radix = Wurzel).

1. Wind - Auftrag
Mission ist die Existenzberechtigung der Kirche

Die Kirche ist eine Bewegung, keine Institution.

wind.jpgDie Kirche existiert, weil Christen (Petrus, Paulus u.a.) losgegangen sind und die Gute Nachricht in Wort und Tat verbreitet haben. Im Zentrum gemeindlicher Tätigkeit steht also der Auftrag, die Mission von Jesus, das Evangelium der gesamten Schöpfung mit Leben und Reden weiterzugeben. Evangelisation und Mission sind also nicht länger Tätigkeitsfelder der Kirche, sondern Kirche ist nur dort, wo Menschen gemeinsam die Gute Nachricht und ihre Auswirkungen (Erlösung, Befreiung, Liebe, Mitgefühl u.a. Früchte des Geistes) leben. Aber nicht für sich selbst, sondern für andere.

2. Wasser - Gemeinschaft
Liebe ist der Kontext aller Mission

Die Kirche ist relational, nicht programmatisch.

wasser.jpgAlles was in der Kirche getan wird, muss mit und in Liebe getan werden. Liebevolle Beziehungen sind das Wichtigste. Dabei steht nicht Menschen bekehren, sondern Menschen lieben im Vordergrund. Wir müssen in der Gemeinde bereit sein, Beziehungen zu Menschen zu bauen und sie zu lieben, auch wenn sie niemals Christen werden, niemals der Gemeinde beitreten, niemals mitarbeiten, niemals Geld für die Gemeinde geben und niemals unsere Meinung teilen. Alles Handeln in der Kirche hat das vorrangige Ziel, dass Menschen sich von anderen und Gott geliebt fühlen und wissen. Egal, wer oder wie sie sind.

3. Holz - Verbindung
Struktur muss sich immer dem Geist unterordnen

Die Kirche kontrolliert nicht, sie ermächtigt.

holz.jpgDie Strukturen in der Kirche sind für die Menschen da, nicht die Menschen für die Strukturen. Das Ziel von Strukturen in der Kirche darf nicht sein, Dinge unter Kontrolle zu behalten, sondern Strukturen müssen dem Ziel dienen, Menschen zu lieben, zu ermutigen und ihr Potenzial freizusetzen. Und wenn es nötig ist, müssen Strukturen auch verändert oder abgeschafft werden, damit Menschen ihre Kreativität frei entfalten können. Der Geist Gottes ist nicht an kirchliche Strukturen gebunden, deswegen sollten wir uns auch nicht an Strukturen binden. Gottesdienst-Abläufe müssen flexibel sein, ein Hauskreis muss auch mal im Freien oder in der Kneipe stattfinden können und ein Gemeindehaus muss verkauft oder abgerissen werden, wenn es nicht den Menschen außerhalb der Kirche dient.

4. Feuer - Begegnung
Kulturrelevanz ist nicht optional

Die Kirche ist inkarnatorisch, nicht esoterisch.

feuer.jpgEine Kirche, die für die Kultur, in der sie sich befindet, nicht relevant ist, ist letztendlich überflüssig. Deswegen müssen wir in der Kirche anfangen, die Sprache und die Kultur der Glaubensgegner, Atheisten, Agnostiker und Uninteressierten kennenzulernen und zu sprechen. Dabei dürfen wir keine eigene Subkultur in der Kirche aufbauen, die wiederum nur für Christen relevant ist, sondern müssen die Kultur der Menschen um uns herum teilen. Wir brauchen Beziehungen zu Menschen, die anders denken, fühlen, handeln, feiern und spielen wie wir. Und wir brauchen Angebote, die von Menschen außerhalb der Gemeinde als relevant für ihr Leben empfunden und aus persönlichem Interesse wahrgenommen werden. Diese Angebote sollten am besten auch im öffentlichen Lebensraum der Menschen und nicht im christlichen Gemeindehaus stattfinden.

5. Erde - Charakter
Kreativität ist die natürliche Folge von Spiritualität

Die Kirche passt sich nicht an, sie wandelt um.

erde.jpgDie Kirche ist dazu da, das Gott gegebene und vom Geist Gottes inspirierte Potenzial in jedem Menschen zu wecken, freizusetzen und zu fördern. Gott kann in allem erfahren werden, sei es Kunst, Musik, Tanz, Theater, Vortrag, Gespräch, Bühnenshow oder Natur. Es gibt keinen Unterschied zwischen geistlichem Leben und weltlichen Leben. Weder im Griechischen noch im Hebräischen gibt es ein Wort für geistliches Leben. Jesus kannte das nicht. Gott ist in allem bereits anwesend und will von Menschen entdeckt und wahrgenommen werden. Alles ist so gesehen geistlich. In der Kirche strahlt die Herrlichkeit Gottes durch die Kreativität von Menschen, egal ob sie schon an ihn glauben oder nicht. Wenn wir in der Kirche dafür keinen Raum haben oder schaffen, verhindern wir letztendlich, dass Menschen Gott persönlich erfahren und kennenlernen.

Kommentare

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Albi
11. Januar 2010

hey sam,
danke für die mitschriften. wäre die ski-freizeit nicht gewesen, wäre ich wahrscheinlich auch dort hingefahren. klingt alles sehr sehr geil :-)
liebe grüße_dein albi

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Sam K.
11. Januar 2010

hey, bitteschön. es hat mir spaß gemacht mitzuschreiben, weil ich so das ganze gleich speichern, durchdenken, reflektieren und mit anderen teilen kann. kann dir mal die dvds vom kongress ausleihen. die hab ich mir geholt.

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anja
11. Januar 2010

könnte ich auch so unterschreiben =) sehr cool auf den punkt gebracht.

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Björn W.
12. Januar 2010

Ich Auch!

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Martin Strienz
26. Januar 2010

super Zusammenfassung. Hab echt was verpasst! Werd ich gleich mal verlinken.

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