Live @ ORIGINS: Session 2

Mit Erwin McManus
Thema: Das kreative Potenzial in jedem Menschen wecken

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Gerade ist die zweite Session der Konferenz zu Ende gegangen. Gleich gibt es Abendessen. In der Zwischenzeit waren noch zwei Seminare (genannt Breakouts), in denen jeweils ein Kernwert von Mosaic vorgestellt wurde. Mittlerweile war ich bei Erde und Wind. Beides sehr gut und inspirierend. Hier die Deko aus dem Erde-Seminar:

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In der Session gerade ging es darum, dass die Kirche ein Ort und eine Plattform sein sollte, wo das kreative Potenzial und der göttliche Lebenstraum eines jeden Menschen entdeckt und gefördert wird. Erwin sprach darüber, dass wir in unseren Gemeinden oft nach Sicherheit und Komfort leben. Wir sprechen gerne von Gott als unserer Burg oder dem Fels. Aber wir hören weniger gern, dass Gott Wind oder Feuer ist, weil das unsicher und gefährlich ist.

Gott ist (auch) Geist und der Geist verändert. Ständig. Es gibt keine Kontinuität im Reich Gottes, weil die Schöpfung vielfältig und die Menschen alle unterschiedlich sind. In jedem Menschen steckt kreatives Potenzial. Und das muss nicht heißen, dass jeder ein Künstler ist. Es kann das Kreativste der Welt sein, als Kfz-Mechaniker im Rentenalter einen kostenlosen Kfz-Service für liegengebliebene Wagen anzubieten und damit Menschen zu dienen. So dass die Welt zu einem besseren Ort wird und ein alter Mensch eine Aufgabe hat, die ihn erfüllt. (Das wurde im Einleitungsvideo dargestellt.)

Wir haben es als Christen und Kirche oftmals versäumt, das kreative Potenzial in Menschen zu wecken, weil wir uns immer mit der Sünde und dem Schlechten im Menschen beschäftigt haben beschäftigen. In einer authentischen Gemeinschaft von Freunden kann mit Sünde und Fehlern offen umgegangen werden. Und man kann sich stattdessen auf das Potenzial und die Möglichkeiten jedes einzelnen konzentrieren.

Jeder Mensch hat als Kleinkind träume gehabt und wurde von seiner Neugier angetrieben. Mit zunehmendem Alter verlernen wir das und werden gewöhnlich. Das ist aber keinesfalls das, was Gott von unserem Leben träumt. Und auch wir sollten wieder dahin zurückkehren, dass wir anfangen zu träumen und mehr nach unseren Träumen zu anstatt durchschnittlich zu leben.

Dabei sind drei Fragen wichtig:

  1. Was ist dein Traum, der größer ist als du selbst?
  2. Würde die Welt zu einem besseren Ort, wenn du anfängst diesen Traum umzusetzen?
  3. Worauf wartest du, deine Träume zu leben?

Im anschliessenden Fragen- und Antworten-Teil ging Erwin auch darauf ein, dass Träume uns alles kosten können und dass es Schwierigkeiten und Leid mit sich bringt, wenn wir unsere Träume leben. Aber wenn es uns erfüllt, wenn auch die Arbeit und das Leid für diesen Traum unser Leben reicher und erfüllter macht, dann ist es ein wahrer Traum, dem wir nachgehen sollten. Wir haben nur die Zeit zwischen unserem ersten und unserem letzten Atemzug, um diese Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Erwin McManus hat noch einiges mehr gesagt, was ich jetzt nicht alles wiedergeben kann. Ich kann nur sagen, dass es insgesamt eine sehr ermutigende und verändernde Session war. Und wieder wurde mein Leben ein Stück weit in eine neue Richtung geprägt. (Wenn das so weitergeht, muss ich wohl nächsten Montag fast alles aufgeben, was ich im Moment tue. Also nicht unbedingt den Job an sich, aber die Art und Weise wie ich ihn tue. Ich bin jetzt schon ganz aufgewühlt.)

PS: Ach, da fällt mir noch ein: Erwins Tochter Maria hat zwei eigene Lieder gesungen, sozusagen als praktische Darstellung des kreativen Potenzials in einem Menschen. Ich bin hin und weg, es hat mich fast umgehauen: Sie hat eine der besten Gesangsstimmen, die ich in meinem Leben je gehört habe. Wuaah! Gänsehaut, Tränen...

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