Präambel
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die vertragliche Zusammenarbeit zwischen Samuel Kümmel (im Folgenden „Auftragnehmer") und seinen Auftraggebern (im Folgenden „Auftraggeber"), insbesondere Unternehmen, Führungskräften und Organisationen. Ziel ist eine klare, wertschätzende und professionelle Zusammenarbeit auf Augenhöhe, die auf Vertrauen, Transparenz und gegenseitigem Respekt basiert.
Coaching, Training und Organisationsentwicklung sind keine psychotherapeutische oder medizinische Leistungen, sondern zielen auf die Stärkung von Kompetenzen, Führungskräften und Teams in beruflichen Kontexten ab. Der Auftraggeber bestätigt, dass er/sie für die Finanzierung der Leistungen selbst verantwortlich ist und die Dienstleistungen freiwillig in Anspruch nimmt.
1. Geltungsbereich
Diese AGB gelten für alle Verträge über Coaching-, Trainings-, Beratungs- und Rednerleistungen zwischen dem Auftragnehmer und dem Auftraggeber, unabhängig davon, ob es sich um eine Privatperson, ein Unternehmen oder eine Organisation handelt. Abweichende Bedingungen des Auftraggebers werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Auftragnehmer diesen ausdrücklich schriftlich zustimmt.
2. Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung
Gegenstand des Vertrages sind individuell abgestimmte Dienstleistungen in den Bereichen:
- Führungscoaching & Executive Coaching
- Team- und Organisationsentwicklung
- Trainings und Workshops
- Rednertätigkeiten (Vorträge, Keynotes, Moderation)
Die genauen Inhalte, Ziele, Methoden und der zeitliche Rahmen werden in einem individuellen Leistungsvertrag oder Angebot festgehalten, das vor Vertragsabschluss schriftlich bestätigt wird.
3. Zustandekommen des Vertrages
- Ein Vertrag kommt durch die schriftliche Bestätigung eines Angebots durch den Auftraggeber zustande (per E-Mail, Brief oder unterzeichnetem Dokument – auch digital).
- Angebote des Auftragnehmers sind 14 Tage gültig, sofern keine andere Frist vereinbart wurde.
- Vor Vertragsabschluss werden ethische Richtlinien (z. B. Umgang mit Vertraulichkeit, Respekt, Feedbackkultur) besprochen und als verbindlich vereinbart.
4. Pflichten des Auftraggebers (Mitwirkungspflichten)
Der Auftraggeber verpflichtet sich,
- alle relevanten Informationen (z. B. Unternehmensziele, Teamdynamiken, Herausforderungen) wahrheitsgemäß und vollständig offenzulegen,
- aktiv an der Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen mitzuwirken,
- Termine verbindlich einzuhalten und Absagen oder Verschiebungen mindestens 3 Werktage vorher mitzuteilen (andernfalls gelten die Stornobedingungen gemäß Ziffer 9),
- Räume, Technik und Materialien (z. B. für Präsenzveranstaltungen) bereitzustellen, sofern dies vereinbart wurde.
5. Leistungserbringung und Leistungsort
- Die Leistungen können vor Ort (Inhouse), in den Räumen des Auftragnehmers, online (per Video) oder hybrid erbracht werden.
- Bei Online-Leistungen ist der Auftraggeber für eine stabile Internetverbindung und technische Voraussetzungen verantwortlich.
- Der Auftragnehmer behält sich vor, Termine bei höherer Gewalt, Krankheit oder unvorhersehbaren Ereignissen zu verschieben. Ein Ersatztermin wird zeitnah angeboten.
6. Vertraulichkeit und Datenschutz
- Absolute Vertraulichkeit: Alle Inhalte aus Coaching, Training oder Beratung unterliegen der Verschwiegenheitspflicht und dürfen ohne ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben werden.
- Datenverarbeitung: Personenbezogene Daten werden gemäß DSGVO verarbeitet. Der Auftraggeber stimmt der Speicherung und Nutzung seiner Daten im Rahmen der Auftragsdurchführung zu.
- Aufzeichnungen: Mitschriften oder Protokolle werden nur mit Zustimmung des Auftraggebers erstellt und sind ebenfalls vertraulich.
7. Vergütung und Zahlungsbedingungen
- Die Vergütung richtet sich nach dem individuell vereinbarten Honorar (Stundensatz, Pauschalpreis oder Projektpreis).
- Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug fällig. Bei Zahlungsverzug werden gesetzliche Verzugszinsen (aktuell 9 % über dem Basiszinssatz) berechnet.
- Zusätzliche Kosten (z. B. Reisekosten, Übernachtungen, Spesen, Materialien) werden gesondert in Rechnung gestellt, sofern nicht anders vereinbart.
Stornogebühren:
- Bei Absage weniger als 3 Werktage vor dem Termin: 100 % des vereinbarten Honorars.
- Bei Absage zwischen 3 und 14 Werktagen vor dem Termin: 50 % des vereinbarten Honorars.
- Bei Krankheit des Auftraggebers (mit Attest) wird der Termin kostenfrei verschoben.
8. Haftung und Erfolgsgarantie
- Der Auftragnehmer erbringt seine Leistungen nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Erfolgsgarantie. Der Erfolg hängt maßgeblich von der Mitwirkung des Auftraggebers ab.
- Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen. Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer gemäß gesetzlicher Bestimmungen.
- Der Auftragnehmer übernimmt keine Haftung für indirekte Schäden (z. B. entgangener Gewinn) oder Schäden, die durch Nichtumsetzung der vereinbarten Maßnahmen entstehen.
9. Urheberrecht und Nutzungsrechte
- Alle Unterlagen, Konzepte und Materialien (z. B. Präsentationen, Arbeitsblätter, Aufzeichnungen) sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung vervielfältigt, verändert oder weitergegeben werden.
- Der Auftraggeber erhält ein einfaches Nutzungsrecht für die interne Verwendung im Rahmen des vereinbarten Projekts.
10. Vertragsanpassungen und Kündigung
- Änderungen oder Ergänzungen des Vertrages bedürfen der Schriftform.
- Beide Parteien können den Vertrag mit einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende kündigen, sofern keine abweichende Regelung getroffen wurde.
- Bei wichtigem Grund (z. B. Vertrauensbruch, wiederholte Vertragsverletzungen) ist eine fristlose Kündigung möglich.
11. Interessenkonflikte und Ausschlussklausel
- Der Auftragnehmer behält sich vor, Aufträge abzulehnen, wenn Interessenkonflikte (z. B. durch bestehende Mandate bei Konkurrenzunternehmen) bestehen.
- Keine Beratung zu Themen, die außerhalb der vereinbarten Leistungsbeschreibung liegen (z. B. rechtliche, steuerliche oder psychotherapeutische Fragen).
12. Salvatorische Klausel und Gerichtsstand
- Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.
- Gerichtsstand ist Fulda, sofern der Auftraggeber Vollkaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
13. Schlussbestimmungen
- Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
- Mündliche Nebenabreden sind nichtig, sofern sie nicht schriftlich bestätigt werden.